Beschreibung:
Von einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz, Herzmuskelschwäche) spricht man, wenn das Herz nicht in der Lage ist, den Organismus ausreichend mit Blut zu versorgen. Der Körper wird über das Blut nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und kann nicht mehr normal funktionieren.

Es gibt zwei Arten von Herzschwäche, die systolische und die diastolische Herzschwäche.

Bei der systolischen Herzschwäche ist die Pumpkraft des Herzmuskels zu gering. Zwei Drittel der Betroffenen leiden im Vorfeld an einer koronaren Herzkrankheit.

Eine diastolische Herzschwäche liegt vor, wenn ungenügende Entspannungsfähigkeit des Herzmuskels das Problem ist, eine nicht ausreichende Füllung vorliegt, der Herzmuskel verdickt ist oder trotz vorhandener Pumpfunktion eine Schwäche vorliegt. Die meisten Patienten mit dieser Art von Herzschwäche leiden an zu hohem Blutdruck.

Symptome:
Meistens beginnt eine Herzschwäche unbemerkt und schleichend. Betroffene stellen Atemnot bei Belastung fest und spüren einen sehr raschen Herzschlag. Sie fühlen sich oft müde und abgeschlagen, haben meistens Wassereinlagerungen in Form von Schwellungen an Knöcheln und Unterschenkeln und nehmen eine generelle Abnahme der Leistungsfähigkeit bei sich wahr.

Bei diesen Symptomen sollte unbedingt ein spezialisierter Facharzt aufgesucht werden, denn je früher die Herzschwäche erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden.

In unserer Praxis verfügen wir über umfangreiche diagnostische Möglichkeiten und spezielle Behandlungsmethoden, die sich bei unseren Patienten in langjähriger Praxiserfahrung bewährt haben.

Ursachen:
Herzschwäche ist keine eigenständige Erkrankung, sondern im Regelfall das Endstadium zahlreicher Herzkrankheiten. Meistens gehen einer Herzschwäche ein zu hoher Blutdruck oder eine koronare Herzkrankheit voraus. Andere Ursachen können jedoch auch eine Herzklappenerkrankung, entzündliche Herzkrankheiten (z. B. nach einer verschleppten Grippe), angeborene Herzfehler, Herzmuskelerkrankungen oder der Konsum von Alkohol, Drogen oder bestimmten Medikamenten sein.

Diagnostik:
Ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik ist die medizinische Vorgeschichte des Patienten (Anamnese). Hier lassen sich bereits wertvolle Hinweise und typische Risikofaktoren in Bezug auf die Entstehung einer Herzschwäche finden. Oft liegen auch schon die üblichen Beschwerden wie Atemnot unter Belastung, Schwellungen an den Fußgelenken und am Schienbein oder Wassereinlagerungen in der Lunge vor.

Sollte der Hausarzt bei einer Untersuchung Hinweise auf eine Herzschwäche finden, ist unbedingt eine Überweisung zum Kardiologen oder – falls kein Termin möglich ist – in die Herzambulanz einer Klinik erforderlich.

Oft wird eine chronische Herzschwäche zu spät diagnostiziert, da sie schleichend und über Monate und Jahre entsteht. Eine akute Herzschwäche entsteht jedoch innerhalb von Minuten bis Stunden und hat dramatische Folgen. Sie kann als akutes Herzversagen oder als Lungenödem auftreten. In diesem Fall ist sofort ein Rettungswagen zu verständigen.

Therapie:
Ist die Herzschwäche erst einmal erkannt, kann man mit einer Behandlung der Ursachen beginnen.

Liegt ihr eine koronare Herzkrankheit zugrunde, wird die Durchblutung des Herzens durch eine Stent- oder Bypass-Operation wiederhergestellt. Außerdem gilt es, die Risikofaktoren, die eine koronare Herzkrankheit begünstigen, auszuschalten (Rauchen, Stress, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes, Bewegungsmangel).

Geht der Herzschwäche ein zu hoher Blutdruck voraus, ist das Ziel, den Blutdruck des Patienten wieder zu senken. Auch in diesem Fall ist der Lebensstil konsequent zu verbessern, das Übergewicht zu reduzieren und eine zusätzliche Verbesserung durch Medikamente zu erwirken.

Bei einer Herzklappenerkrankung kann durch Operation oder Intervention mit Katheter-Technik eine nachhaltige Verbesserung erzielt werden.

Wenn der Konsum von Alkohol, Drogen oder bestimmten Medikamenten zur Herzschwäche geführt haben, ist eine Einnahme dieser Auslöser strikt zu unterlassen.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten einer chronischen bzw. akuten Herzschwäche sind außerdem der Einsatz eines Herzschrittmachers, eine Herztransplantation oder die Implantation eines künstlichen Herzens.

Prävention:
Auch einer Herzschwäche kann man als Betroffener entgegenwirken oder im Idealfall vermeiden.

Sie können auf Ihr Gewicht achten, ein maßvolles Ausdauertraining praktizieren, sich gesund ernähren (Mittelmeerküche), die Kochsalzzufuhr begrenzen und die Flüssigkeitszufuhr auf maximal 2 Liter pro Tag reduzieren. Wurden Ihnen bereits Medikamente zur Behandlung einer der Ursachen Ihrer Herzschwäche verschrieben, sollten Sie auf eine konsequente Einnahme der Medikamente achten.
Bei einer Tendenz zur Flüssigkeitseinlagerung sollten Sie täglich Ihr Gewicht kontrollieren. Reisen in große Höhen sind ebenso wenig zu empfehlen wie Reisen in heißes oder feuchtes Klima. Begrenzen Sie Ihren Alkoholkonsum und verzichten Sie am besten ganz auf das Rauchen.

Für weitere Fragen steht Ihnen unser Praxisteam jederzeit gerne zur Verfügung.

Ihr Team der Praxis Rheingalerie.