Herzmuskelentzündungen

Beschreibung:
Eine Herzmuskelentzündung, auch Myokarditis genannt, ist eine entzündliche Erkrankung des Herzmuskelgewebes.

Symptome:
Die Symptomatik einer Myokarditis ist vielseitig und kann bei jedem Betroffenen anders ausfallen. Eine Herzmuskelentzündung unterscheidet sich außerdem deutlich von der chronischen Form.

Bei einer akuten Herzmuskelentzündung ist die Prognose meistens günstig. Die Symptomatik ähnelt stark der einer schweren Herzinsuffizienz, d. h. Schmerzen im Brustkorb, Atemnot, Wasseransammlungen in den Beinen, Herzrhythmusstörungen und Herzrasen. Im Gegensatz zur chronischen Form verschlechtert sich der Gesundheitszustand zu Beginn sehr schnell. Der Heilungsprozess vollzieht sich jedoch ebenso rasch und die Erkrankung kann ohne bleibende Schäden ausheilen.

Eine chronische Herzmuskelentzündung ist wesentlich schwerer zu diagnostizieren, da die Symptomatik sehr viel allgemeiner und weniger herzspezifisch ausfällt. Die Symptome treten bei vielen verschiedenen Infektionskrankheiten auf und werden daher nicht immer sofort mit einer Herzmuskelentzündung in Verbindung gebracht. Sie reichen von ständiger Müdigkeit und ausgeprägter Schwäche, bis zu Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und ungeklärtem Gewichtsverlust.

Ursachen:
Die Ursachen einer Herzmuskelentzündung können vielfältig sein.

Häufig ist eine Infektion mit diversen Krankheitserregern der Auslöser. Grundsätzlich kommen alle denkbaren Keime in Frage, wie Viren, Bakterien, Parasiten und Pilze. Insbesondere ein bereits stark geschwächtes Immunsystem bietet dann eine gute Grundlage für den Beginn der Erkrankung.

Neben dieser infektiösen Variante einer Entzündung des Myokards (Herzmuskels), gibt es auch nicht-infektiöse Entzündungen. Sie kommen sehr viel seltener vor, sind jedoch genauso gefährlich. Mögliche Auslöser können bestimmte Giftstoffe oder eine Autoimmunreaktion des Körpers sein.

Eine Herzmuskelentzündung kann sowohl einen akuten, als auch einen chronischen Verlauf haben.

Diagnose:
Auch wenn die Diagnose oftmals nicht leicht zu stellen ist, ist es doch wichtig, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen, um einen chronischen Verlauf zu vermeiden und die guten Heilungschancen einer akuten Form zu nutzen.

Eine effektive Diagnostik erfolgt dazu mittels intensiver Patientenbefragung und Erhebung einer Anamnese, einer allgemeinen körperlichen Untersuchung, einer Blutuntersuchung, eines EKGs, bildgebenden Verfahren (z. B. Röntgen) und einer Entnahme von Gewebeproben des Herzmuskels (Myokardbiopsie).

Therapie:
Eine Therapie der Myokarditis richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und der Ursache. In jedem Fall ist eine körperliche Schonung für die Heilung essentiell. Jede mögliche Überbelastung des Herzens ist zu vermeiden, da sie die Entzündung verlängern kann und so das Krankheitsbild verschlimmert. Erst nach einer Vollständigen Ausheilung der Entzündung kann wieder schrittweise mit einer erhöhten Belastung begonnen werden.

Begleitend wird eine medikamentöse Therapie zur Behandlung der Herzmuskelentzündung eingesetzt. Welche Mittel dazu eingesetzt werden, hängt wiederum von der individuellen Symptomatik sowie den Ursachen der Erkrankung ab.

Die akute Form der Herzmuskelentzündung hat eine sehr günstige Heilungsprognose. Die chronische Form kann hingegen im ungünstigsten Fall eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich machen. Durch die Entzündung kommt es häufig zu einer Flüssigkeitsansammlung im Herzen. Um eine weitere Schädigung des Herzens zu vermeiden, kann die Flüssigkeit mittels Punktion abgesaugt werden. Kommt es aufgrund eines fortgeschrittenen Entzündungsverlaufs trotzdem zu keinem Therapieerfolg und liegt bereits eine ausgeprägte Herzinsuffizienz vor, kann im ungünstigsten Fall eine Herztransplantation erforderlich sein.

In vielen Fällen lässt sich eine Herzmuskelentzündung dadurch vermeiden, dass nach einer Infektionskrankheit auf ausreichende Schonung geachtet wird. Auch bei einer scheinbar harmlosen Erkältung sollte man sich nicht zu früh wieder starken körperlichen Belastungen aussetzen.

Außerdem kann eine gesunde Lebensweise das Risiko einer Herzmuskelerkrankung stark minimieren. So gilt es Übergewicht, Giftstoffe, Nikotin, Alkohol und Drogen zu vermeiden, und sich stattdessen möglichst stressfrei mit regelmäßiger Bewegung und gesunder Ernährung fit zu halten.

Wir helfen Ihnen dabei.

Ihr Team der Praxis Rheingalerie.