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Neues Herz CT in Betrieb

Erster dedizierter Herz-CT CardioGraphe in Deutschland

Neuer Herzscanner revolutioniert die Herzdiagnostik

Köln (red) Deutschland bekommt sein erstes Hochleistungs-Herz-CT. Die Kölner „Praxis Rheingalerie“ nimmt von September an den neuartigen „CardioGraphe“ des US-Herstellers GE Healthcare in Betrieb. Das Gerät verspricht einen Quantensprung bei der bildgebenden Herzdiagnostik. Insbesondere Patienten profitieren von der effizienten, schonenden und kostensparenden Untersuchungstechnik.

Bei dem neuartigen Herzscanner handelt es sich um den weltweit ersten dedizierten  kardiovaskulären Computertomographen (CT). Anders als ein herkömmlicher Ganzkörper-Computertomograph ist der CardioGraph speziell dafür konzipiert, das Herz mit wenig Strahlendosis abzubilden. Das Gerät erreicht – dank seiner ausgefeilten Stereo CT Technologie – eine bisher nicht gekannte, hochauflösende Bildgebung. Möglich wird damit  die Abbildung des gesamten Herzens in nur einem Herzschlag mit einer Z-Achsen-Abdeckung von 14 Zentimetern. Der Scanner rotiert in 0,24 Sekunden um den Körper des Patienten und ist dadurch der schnellste CT der Welt. 

Foccussiert auf das Herz

Herkömmliche Geräte etwa der verbreiteten 64-Zeilen-Klasse erfassen bisher mit vier Zentimetern Abtastbreite nur einen Bruchteil des Herzens. Ihre Bilder werden zu einem finalen Bild zusammengefügt, das dann häufig einen räumlichen Versatz aufweist, nicht selten unscharf ist und so eine punktgenaue Therapieentscheidung erschwert. Der 196-Zeilen-Scanner des CardioGraphe hingegen erzeugt ein klares Bild des gesamten Herzens inklusive der Koronararterien und somit eine belastbare Momentaufnahme vom Krankheitsbild des Patienten. „Der CardioGraphe bringt die Herzdiagnostik einen entscheidenden Schritt voran“, bewertet Dr. Sebastian Schäfer, Herzspezialist und Leiter der Kölner Praxis „Rheingalerie“ den Mehrwert der Investition.

Doch vor allem Herz-Patienten bringt der CardioGraphe entscheidende Vorteile. Beschwerliche Diagnose-Verfahren wie etwa die zeitraubende und zudem teure Koronarangiographie, bleiben ihnen vielen Fällen erspart. Der CardioGraphe stellt die effizientere, vor allem aber die wegen seiner aussagekräftigen Bildgebung medizinisch empfohlene Alternative dar. Er wurde speziell für das Herz entwickelt und verwendet die Focused Field-of-View-Technologie. „Dabei wird nur der anatomisch relevante Bereich erfasst“, erläutert Dr. Schäfer, „und zugleich die Strahlendosis in angrenzenden Bereichen drastisch reduziert.“ 

Große Vorteile für Patienten

Die hohe Scangeschwindigkeit ermöglicht auch eine Verringerung der zu verabreichenden Menge an Kontrastmitteln. Auf die Gabe von Betablockern kann verzichtet werden. Herkömmliche CT-Geräte erreichen nicht im Ansatz die Leistung des CardioGraphe. Auch ist dort die Strahlenbelastung höher. „Die Etablierung eines hoch-modernen Kardio-CT`s ist nun für alle Patienten der Praxis Rheingalerie Rodenkirchen das perfekte Bindeglied zwischen ärztlicher Fürsorge und schonender High-Tech-Medizin und entspricht nach den aktuellen europäischen Leitlinien dem neuesten Stand in der so wichtigen frühzeitigen Erkennung von Herz- und Gefäßerkrankungen.“ bewertet Herzspezialist Prof. Dr. M. Horlitz (KH Porz am Rhein/kooperatives Kölner Herzzentrum) die Leitlinien-gerechte Vorgehensweise.

Eine weitere gute Nachricht für die Patienten kommt von den Krankenkassen: Mit der DAK, der IKK, der Barmer und der Techniker Krankenkasse unterstützen – Stand heute – bereits viele der größten gesetzlichen Krankenkassen den Einsatz des CardioGraphe CT. Weitere dürften folgen. Mit dem Einsatz des CardioGraphe betreibt die „Praxis Rheingalerie“ in Köln-Rodenkirchen Herzdiagnostik auf höchstem Niveau und obendrein senkt das die Diagnose- und Therapiekosten – zum Wohle unserer Versichertengemeinschaft.            

„Die hochauflösende Bildqualität“, sagt der Kölner Kardiologe Dr. Sebastian Schäfer, „ermöglicht eine schnelle und sichere Entscheidungsfindung über die notwendige Therapie. Das ist eine gute Nachricht für alle Patienten, aber ebenso für die Kostenträger.“ Der neue Herz-CT-CardioGraphe wurde im vergangenen Jahr auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) erstmals einem größeren Expertenkreis vorgestellt. 

Der Hersteller GE Healthcare umfasst die Medizintechniksparte der amerikanischen General Electric Company, einem der umsatzstärksten Mischkonzerne der Welt.                                                      

sd/15.05.2020

Für weitere Informationen:


GE Healthcare, Hersteller des CardioGraphe ™

Download Pressebilder: www.herz-ct.koeln

Pressekontakt:

Presseteam Köln
Stefan Dege
presseteamk@gmail.com
tel. +49/172/2660702

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Grippe Zeit beginnt

Die Impfung gegen saisonale Influenza “Grippe” ist ab sofort in der Praxis verfügbar. Insbesondere Patienten mit Herz- oder Kreislauf-Erkrankung sollten sich dringend impfen lassen. Der Wirkstoff ist gut verträglich und wird dieses Jahr als 4-fach Kombination angewendet. Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts empfiehlt eine Impfung gegen Influenza bereits vor dem 60. Lebensjahr, wenn Herz-oder Kreislauferkrankungen vorliegen.

Auszug aus kardiologie.org:

Eine Impfung gegen Influenza ist bei Patienten mit Bluthochdruck mit einem niedrigeren Sterberisiko assoziiert, so das Ergebnis einer bevölkerungsbasierten dänischen Kohortenstudie, die auf dem ESC-Kongress in Paris präsentiert wurde.

Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts empfiehlt eine Impfung gegen Influenza bereits vor dem 60. Lebensjahr, wenn Herz-oder Kreislauferkrankungen vorliegen. Patienten mit Hypertonie zählen nicht dazu.

Auswertung der Sterbefälle in den Wintermonaten

Die Daten einer dänischen Kohortenstudie an über 600.000 Erwachsenen lassen diese Empfehlungen überdenken. Die Autoren werteten dazu die Daten derjenigen Dänen aus, die aufgrund von Bluthochdruck behandelt wurden. Alle an der Erhebung teilnehmenden Patienten erhielten mindestens zwei Präparate aus der Gruppe der Betablocker, Diuretika, Kalziumantagonisten oder Inhibitoren des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems, wiesen aber keine weiteren kardiologischen Erkrankungen auf. Patienten mit schweren chronischen Erkrankungen nahmen nicht an der Studie teil. Erfasst wurden die Sterbefälle in der Wintersaison (Dezember bis März) der Jahre 2007 bis 2016.

Studienendpunkt war die Mortalität. Insgesamt starben innerhalb dieses Zeitraums mit rund 21.500 Patienten etwa 3,5 Prozent der Studienteilnehmer, davon zwei Prozent aufgrund kardiovaskulärer Ursachen und 0,6 Prozent an Herzinfarkt.

Sterberisiko bei Geimpften um 18 Prozent niedriger

Wer gegen Grippe geimpft war, wies insgesamt ein relativ um 18 Prozent niedrigeres Sterberisiko auf (Hazard Ratio 0,82; 95% CI 0,70 bis 0,85). Die Sterblichkeit aufgrund kardiovaskulärer Probleme war 16 Prozent niedriger (Hazard Ratio 0,84; 95% CI 0,80 bis 0,89), an Herzinfarkt oder Schlaganfall starben rund 10 Prozent weniger (Hazard Ratio 0,90; 95% CI 0,82 bis 0,98).

Grippeimpfung für alle Hypertoniker?

Wie Influenza Menschen mit Bluthochdruck schaden könnte, ist nicht geklärt. Die Autoren vermuten, dass die starke Immunreaktion auf die Influenza-Viren dafür verantwortlich sein könnte. Sie vermuten, dass durch den Entzündungsprozess die Stabilität der Plaques beeinträchtigt wird. Deswegen plädieren sie für eine generelle Influenza-Impfung für alle Patienten mit Hypertonie.

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